Ein Aprilscherz…

…ist es leider nicht, dass die ISO am 1. April 2008 Microsofts `Office Open XML`-Format zur Standardisierung angenommen hat. So gibt es nun, da Microsoft auf keinen Fall auf die bestehende `Open Document Format`-Familie setzen wollte (warum auch, das könnte die Kompatiblität mit OpenOffice.org und anderen freien Office-Paketen fördern), zwei ISO-Standards mit nahezu identischen Zielsetzungen. Geld regiert die Welt, daher sind die genauen Umstände des Ergebnises etwas unklar. Einige Unregelmässigkeiten in nationalen Standardisierungsgremien traten auf, etwa ist nicht abschliessend geklärt, wie Norwegens Stimme bei einem Abstimmungsergebnis von 21 Gegnern und zwei Befürwortern als `JA` gezählt werden konnte, ebenso ist unklar, wieso das Gremium mancherorts, etwa in Schweden, aus einer Mehrheit an offensichtlich voreingenommenen Teilnehmern, beispielsweise Microsoft-Gold-Partnern, besteht.

Das Problem an Office `Open` XML ist der Umfang. Die Dokumentation umfasst grössere Mengen an Totbaumprodukten, 6000 Seiten Papier, um genau zu sein. Dieser Umfang, sowie diverse unklar oder gar nicht dokumentierte Funktionen machen es alternativen Office-Suiten praktisch unmöglich, das Format in seiner Komplettheit zu implementieren. Warum dann den ISO-Standard? Nicht etwa weil Microsoft die Interoperabilität fördern will, nein - sondern, weil immer mehr offizielle Stellen offen dokumentierte und standardisierte Formate verlangen.

2 Antworten zu “Ein Aprilscherz…”

  1. KeLLer_KiND sagt:

    “unter Idiotie”

    Was meint ihr, wieviel Kohle Microsoft denen gezahlt hat.

  2. fabs sagt:

    ich würd mal sagen genug^^

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