Apfel und Igel

Der unsinnige Wettlauf zwischen Kunden, die ihr iPhone mit dem Telekommunikationsanbieter ihres Vertrauens benutzen wollen und Apple geht spannend weiter. So hat Apple mit dem Firmware-Update 1.1.1 entsperrte iPhones (und, wie man im Apple-Forum behauptet, auch nicht entsperrte) zu Bricken versucht. Kurz darauf veröffentlichten genervte Nerds eine Anleitung, wie man ein Downgrade zu 1.0.2 machen kann. Dies war der erste Streich – und der zweite folgt sogleich: Die Firmware 1.1.1 wurde gehackt. Damit eröffnen sich alle Möglichkeiten der neuen Firmware auch bei freier Anbieterwahl.

Wann Apple wohl einsehen wird, dass dies auf Dauer bloss Kunden verärgert und nichts, absolut nichts, bringt? Wie kann eine halbwegs vernünftige Firma sich auf das Niveau einiger Konsolenhersteller herablassen, die meinen, es sei lustig, die Homebrew-Community mit jeder Firmware-Version immer wieder aufs neue zu schickanieren?

Während man für Apples abneigende Haltung gegenüber SIM-Lock-Hacks aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten noch ansatzweise Verständnis haben kann, ist das Homebrew-Verbot einfach nur lästig (und ausserdem sinnlos).

Mittlerweile gibt es bei Gulli einen Bericht über einen Händler, der das iPhone (mit Firmware 1.0.2) in Deutschland ohne Vertrag und SIM-Lock anbietet – leider mit über 600 Euro zu einem relativ teuren Preis.

Was soll man von jemandem halten, der `dottie` als root-Passwort wählt?

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